Arbeiter mit Laubgebläse

Wohlklang oder Lärm?

Wer mich näher kennt, weiß, dass ich ein „Geräusch-Fan“ bin. Genauer gesagt ein Liebhaber von Klängen und Geräuschkulissen aus Natur und Alltag. Ab und zu nehme ich mir die Zeit, ein paar davon mit dem Mikrofon einzufangen. Es gibt allerdings Klänge, die rauben mir den letzten Nerv. Besonders wenn ich sie in Gärten und Grünanlagen antreffe, mit denen ich sonst eher Ruhe und Entspannung verbinde. Die Rede ist von Laubgebläsen, bei denen ich mir nie sicher bin, ob es sich dabei um stinkenden Lärm oder um lärmenden Gestank handelt. Hörprobe gefällig? Hier eine Aufnahme von meinem Balkon aus. Vorsicht, laut!

Harken statt Hörsturz

Eigentlich könnte das Harken von Laub eine nahezu meditative Angelegenheit sein. Der Garten- und Landschaftspfleger als Zen-Meister. Vielleicht ist das eine Marktlücke: meditative Grünanlagenpflege für gestresste Burnout-Opfer. Heilsames Harken statt Hörsturz. Sozusagen die zeitgemäße Variante der Geschichte von Tom Sawyer und dem Zaun von Tante Polly.

Schweigen ist…

Zum Glück gibt es Abhilfe für lärmgeplagte Zeitgenossen. Es muss nicht gleich die Schweigewoche im Kloster sein, auch kleine Wortlosigkeiten sorgen für Ruhe. Hier eine Auswahl:

  • Für alle, die zwar Schweigen aushalten, aber auf ein paar Geräusche nicht verzichten können: Die im „Schlusslicht“ ebenfalls erwähnte CD „Chillen im Stillen“ von Michael Köckritz kommt bei der kulturWelt von Bayern 2 zwar nicht ganz so gut weg. Eine nette Geschenkidee ist sie aber allemal. Alternativ kann ich die CD „Nie mehr allein. 62 Minuten Zweisamkeit“ empfehlen, auf die ich einst im Musikregal eines Drogeriemarktes gestoßen bin (sonst z.B. auch bei Weltbild erhältlich).

Wie halten Sie es mit der Stille? Gerne dürfen Sie es mir verschweigen, pardon: verraten…!

Ihr Bernd Sauer


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